SE Yojimbo

Das wunderbare Yojimbo hat einen Nachteil: Alle Einträge werden in einer SQLite-Datenbank gespeichert. Das hat Konsequenzen für inkrementelle Backups und für die bejubelte industrial strength encryption (mal ganz abgesehen von den grundsätzlichen Bedenken gegen eine Käfighaltung von Daten). Barebones wusste schon 2006 um das Problem:

[That] some residual plaintext data may persist after encrypting an item (or more exactly, that there's no way to explicitly erase free space) is a known issue related to how SQLite works. We're still investigating possible corrective measures.

Auch drei Jahre später hat sich daran nichts geändert, und der freundliche Yojimbo-Support empfiehlt als Alternative verschlüsselte Disk Images. Alternative? Könnte man nicht...

Man kann. Die Lösung ist ein verschlüsseltes Sparse Bundle, auf dem die Yojimbo-Datenbank (samt Backup) abgelegt wird. Damit Yojimbo sie auch findet, generiert man einfach am bisherigen Speicherort zwei symbolic links:

ln -s /Volumes/[ImageName]/Yojimbo ~/Library/Application Support/Yojimbo ln -s /Volumes/[ImageName]/Yojimbo\ Backups ~/Library/Application Support/Yojimbo\ Backups

Weil Sparse Bundles aus mehreren band files bestehen, laufen auch Backups mit Time Machine oder rsync erheblich schneller ab. Hooray. Warum allerdings ausgerechnet der gestrenge Mr. Payne ein zusätzliches Tool zur Verwaltung von Sparse Bundles empfiehlt, ist mir schleierhaft.