Bescheidenheit

Als Kind/Jugendlicher nur selten Computerspiele gespielt zu haben, hat zwei große Vorteile: Erstens hat man viel Zeit gespart, die man mit anderen ziellosen Tätigkeiten vertändeln konnte, und zum anderen muss einem in mittleren Jahren nicht ständig ein memento mori ins Ohr geflüstert werden. Bescheidenheit empfinde ich schon beim Betrachten meiner Highscores auf dem iPod Touch.

Während ich etwa auf dem besonders punktehaltigen Flippertisch Stones & Bones der Pinball Fantasies 96.130.960 Punkte erspiele, erreicht AJM 926.802.760. Freue ich mich über mit viel Glück erspielte 58.304.140 Punkte bei den Speed Devils, lächelt schon wieder AJM von Platz 1: 215.781.670.

Noch grotesker ist die Situation bei Doodle Jump. Ich liege nach einigem Training bei 30.350 Punkten (und halte 50.000 Punkte grundsätzlich für erreichbar), aber die globale Bestenliste beginnt erst bei 684.058 (Platz 100, Playa666) und gipfelt in 4.196.867 (Platz 1, Charlie Jeffrie). Wenn ich mal unterstelle, dass die Hüpferei oberhalb meines bisherigen Highscores eher noch schwieriger wird, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man solche Punktzahlen erreichen kann.