Chuzpe

Das auf den ersten Blick völlig absurde Angebot von Blippy besteht darin, die Einkäufe seiner Mitglieder im Twitter-Stil auf einer Website zu veröffentlichen. Dazu muss man den Betreibern lediglich Zugriff auf die eigenen Accounts (iTunes, eBay etc.) geben. Wenn ein Anbieter diesen Irrsinn ablehnt – wie offenbar Amazon – bietet Blippy einfach an, den Gmail-Account nach Amazon-Rechnungen zu durchsuchen.

Natürlich hat auch Blippy eine Datenschutzrichtlinie, die im Wesentlichen darin besteht, dass Blippy mit den Daten seiner Mitglieder alles tun kann. Wenn man dagegen seinen Account und die zugehörigen Daten löschen lassen möchte, wird Blippy sich lediglich bemühen, diesem Wunsch nachzukommen.

Andererseits – seit Facebook uns von der zwanghaften Vorstellung einer Privatsphäre erlöst hat, Spammern großzügig unter die Arme greift, Daten seiner Mitglieder ungefragt verteilt und andererseits die wissenschaftliche Beschäftigung mit den öffentlich zugänglichen Facebook-Daten behindert, sollten wir unsere Hysterie langsam mal ablegen. Wohlan: Gerade eben habe ich Time Out of Mind für EUR 7,95 und Combat Rock für EUR 7,99 bei Amazon gekauft. Viel Spaß beim Profilieren.