Weltweites digitales Büchermanagement

Nicht nur die Zeitungs-, sondern auch die Buchverlage müssen sich im digitalen Zeitalter noch zurechtfinden. Die Ausgangslage analysiert Michael Serbinis vom eBook-Dienstleister Kobo:

Today you can buy a book at Barnes and Noble and you can buy a book at Walmart and you don’t have to keep them in separate rooms in your house, he said. You buy a book from Apple and Amazon and you have got to keep it tied up with your Apple universe or your Kindle universe.

In diesem Punkt sind Mr. Serbinis, ich und ein namhafter US-Verlag einer Meinung:

Ultimately, consumers want freedom, said David Shanks, chief executive of leading publisher Penguin Group USA.

Mr. Shanks hat sogar konkrete Vorstellungen, was jetzt zu tun ist:

Our fondest wish is that all the devices become agnostic so that there isn’t proprietary formats and you can read wherever you want to read, Shanks told Reuters. First we have to get a standard that everybody embraces.

Tja. Wenn man wenigstens einen der beiden großen Anbieter dazu bewegen könnte, einen offenen Standard zu unterstützen... bitte? Apple verwendet bereits das ePub-Format? Was genau ist dann das Problem, Mr. Shanks?

The issue, he said, is the fear of piracy and how to set a common digital rights management system to thwart it.

Ein weltweiter DRM-Standard, den alle Verlage und alle Anbieter unterstützen – das klingt nach einem interessanten, langfristigen und äußerst frustrierenden Projekt. Ich würde ja gern einen Vorschlag machen, aber nachdem sich meine letzte Idee als unausgegoren erwiesen hat, halte ich mich lieber zurück. Viel Erfolg mit der Durchsetzung eines einheitlichen DRM-Formats, liebe Buchbranche.