M.I.R.C.S.

Wenn man Dateien für Microsoft Word mit Python generieren möchte, wird man mit dem Pendant zum bekannten K.I.S.S.-Prinzip konfrontiert.

PyRTF, die offensichtlichste Wahl, kann nur mit ASCII-Strings umgehen, pyrtf-ng kann zwar Unicode, lässt sich aber nicht mehr herunterladen.

python-docx wiederum stützt sich auf das lxml-Modul, das sich nicht mit den veralteten libxml2- und libxslt-Bibliotheken von Mac OS X versteht.

Ist python-docx schließlich installiert, funktioniert nur das Testskript, und das auch nur im Installationsordner. Schon nach einer Stunde ist dann klar, dass der Ordner docx-template nicht unter /System/Library/Frameworks/Python.framework/Versions/2.6/lib/python2.6/site-packages/, sondern auch unter /Library/Python/2.6/site-packages erwartet wird, und das Installationsskript nur vergessen hat, den Ordner richtig abzulegen. Da hätte man aber auch gleich drauf kommen können!

Immerhin lassen sich anschließend 522 DOCX-Dateien wie im Flug generieren. Hätte ich ODF-Dateien erstellen wollen, wäre ich dank odfpy einige Stunden früher fertig gewesen. Diese OSS-Leute sind wirklich unerträglich effizient.