Godard vs. Logik: 1:0

Der französische Regisseur Jean-Luc Godard ist auch im fortgeschrittenen Alter ganz auf der Höhe der Zeit. Im Interview mit der Zeit gibt er erst der CC-Bewegung Futter –

Gäbe es [Urheberrechte] nicht, wäre das auch in Ordnung. Es gibt kein geistiges Eigentum. Autoren haben keine Rechte, nur Pflichten.

um sich anschließend solidarisch und kapitalismuskritisch zu geben:

Die Deutschen, die Franzosen, die Briten haben Griechenland verdorben, so wie sie Tunesien und andere Länder verdorben haben. Daher sollten wir den Griechen etwas zurückzahlen. Es gäbe eine einfache Lösung für die griechische Schuldenkrise: Wann immer man sich beim Sprechen der Logik der alten Griechen bedient, müsste man zehn Euro überweisen. Und wer Geld hat, aber keines geben will, hätte nicht mehr das Recht, sich dieser Logik zu bedienen. Er wäre gezwungen, ein bisschen anders zu denken.

Der alte Fuchs. Das Urheberrecht auf jahrtausendealte Gedanken ausweiten und sich in einem Atemzug selbst durch gezielt unlogisches Gefasel von der Zahlungspflicht befreien.