Showdown am Herd

Die Süddeutsche Zeitung analysiert Peer Steinbrücks Schwächen:

Peer Steinbrück ist kein Held der Frauen. Gerade einmal 23 Prozent der Wählerinnen finden ihn sympathischer als die Kanzlerin, für glaubwürdiger halten ihn sogar nur 19 Prozent. Kein Wunder: Der Sozialdemokrat ist bisher eher als mürrischer Macho, denn als friedfertiger Familienpolitiker aufgefallen. Ohne die Frauen gewinnt man aber keine Wahlen.

Es ist aber auch unfair, dass Steinbrück beim Kampf um die Lufthoheit über den deutschen Herden gegen eine ausgewiesene Familienpolitikerin wie Angela Merkel antreten muss (selbst wenn er als wohlsituiertes Alphamännchen punkten kann). Noch komplizierter wird es, wenn deutsche Frauen sich nicht mehr ausschließlich für Familienpolitik interessieren. Wo kämen wir denn hin, wenn jede Wählerin ihre eigenen Vorstellungen hätte?

Vermutlich sehnt sich nicht nur die GOP nach der guten alten Zeit.