Durchlässig

Antonin Scalia ist ein Mann, der es geschafft hat, wobei es in seinem Fall das Amt eines Richters am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika ist. Dieser Associate Justice scheut sich nicht, sein eigenes Fach in die Nähe reaktionärer Sprachpflegerei zu rücken, indem er aus einem volkstümlichen SprachverständnisWords have meaning. And their meaning doesn’t change. – den Textualismus (a.k.a. Original Meaning Theory) ableitet.

In Verbindung mit einer ebenfalls sehr volkstümlichen Frömmigkeit –

In the Gospels, the Devil is doing all sorts of things. He’s making pigs run off cliffs, he’s possessing people and whatnot. And that doesn’t happen very much anymore. [...] It’s because he’s smart.

– und einer kurzsichtigen Haltung zur Geschlechtergerechtigkeit –

But there are some intelligent reasons to treat women differently. I don’t think anybody would deny that. And there really is no, virtually no, intelligent reason to treat people differently on the basis of their skin.

– beweist Mr. Scalia eindrücklich, dass schlichte Einstellungen nicht nur Wirtschaftswissenschaftler aus guter Familie, sondern auch Juristen mit Migrationshintergrund in höchste Staatsämter bringen können.