Männeretat

Die Analyse der Steinbrückschen Zielgruppenschwäche beschäftigt die Süddeutsche Zeitung weiterhin:

Er kommt, so sagen es auch die Leute aus seinen Team, bei Wählerinnen nicht so gut an. Seine Leute und auch er finden das ungerecht. Und rätseln, woran das genau liegt. Es mag eine Rolle spielen, dass er einst als Bundesfinanzminister mit gemeinhin als hart und sperrig geltenden Themen beschäftigt war, die in der Lebenswirklichkeit von Frauen aber weniger bedeutsam sind.

Natürlich! Es ist nicht nur sein Stil, es ist das Kopfrechnen im Bereich bis zu 10 Billionen, zu dem Frauen traditionell ein schwieriges Verhältnis haben. Wohingegen die Stimmung in geselligen Männerrunden ja in aller Regel beim Thema Spitzenrefinanzierungsfazilität und Nettokreditaufnahme den Siedepunkt erreicht. Vielleicht ist es aber auch Steinbrücks fortschreitende Haupthaarlosigkeit, die in der weiblichen Lebenswirklichkeit eher selten eine Rolle spielt? Die SZ wird sicherlich berichten.