Digitale Bedrohung

Die Kaltmamsell berichtet, dass die Digitalisierung bereits 1986 als Bedrohung gesehen wurde:

Gerade wenn das Manuskript Kraut und Rüben ist, wenn das Wichtigste im letzten Absatz steht, die Hälfte des Rests irrelevant ist, ginge es erheblich schneller, wenn ich ihn selbst neu ins System eintippte (obwohl ich mit Beginn meines Volontariats zum ersten Mal auf einer Tastatur getippt habe). Doch das verbietet man mir, wegen der Gewerkschaft: Ich dürfe auf keinen Fall den Texterfasserinnen die Arbeit wegnehmen. Also schneide ich Absätze aus und klebe sie um.

Während Technikvisionärinnen seit Jahrzehnten vom Verschwinden des Papiers phantasieren, hat die Gewerkschaft mit ihrer Besorgnis recht behalten: Texte werden heute von Autorinnen erfasst, Druckerinnen werden dagegen trotz DTP-Revolution und E Ink weiterhin gebraucht.