Konsequenzlos

In den USA ist die Freedom of Speech kaum beschränkt: Menschen ohne herausgehobene Position können Gruppen von Menschen nahezu beliebig ohne rechtliche Folgen diffamieren. Lediglich besonders prominente Menschen müssen gewisse Konsequenzen für öffentlichen Rassismus oder aktive Homophobie einkalkulieren.

Diese Wirksamkeit sozialer Normen gilt einigen konservativen Amerikanerinnen als Pöbelherrschaft, weil sie Redefreiheit mit verbriefter Konsequenzlosigkeit ihres Handelns verwechseln. So wie ja auch keinerlei Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Menschheit und dem Klimawandel oder zwischen Schusswaffen und erschossenen Menschen bestehen kann. Ich warte auf den Moment, in dem jegliche Kausalität als blasphemisch und unamerikanisch gebrandmarkt wird.