Überfluss

Sebastian Schipper leidet öffentlich unter der Allgegenwärtigkeit schöner Bilder:

Jeder Amateurfilmer stellt heute schöne digitale Bilder ins Netz. Das ist für mich als Regisseur genauso uninteressant, wie es für einen Bergsteiger wäre, auf den Mount Everest zu klettern, wo heute lauter siebzigjährige Touristen herumlaufen.

Ich verstehe vom Filmhandwerk praktisch nichts, aber es wundert mich etwas, dass digitale Kameras auf so viel begabtere Nutzerinnen treffen als die berüchtigte Desktop Publishing-Revolution. Wenigstens verfügt Herr Schipper noch über eine seinem Beruf angemessene Egomanie, die Welt ist also nicht völlig aus den Fugen.