Der papierne Weg

Professor Frei interpretiert in der Süddeutschen Zeitung Open Access als Angriff auf die große Form wissenschaftlicher Publikationen (gemeint sind geisteswissenschaftliche Monographien), hält digitale Veröffentlichungen für nicht zukunftssicher, hadert mit der Lesbarkeit von Texten am Bildschirm bzw. der Ökobilanz von Arbeitsplatzdruckern und bezieht die konsequente Profitmaximierung der Wissenschaftsverlage ausschließlich auf ihre digitalen Angebote. Unerwähnt lässt er überraschenderweise die wunderbare Haptik säurefreien Papiers, den anheimelnden Geruch frisch gedruckter Bücher und die langjährigen Verdienste der Buchbinder- und Buchdruckerzunft um die abendländische Kultur, aus der ein Bestandsschutz für sämtliche Arbeitsplätze mindestens bis 2300 folgen sollte.