Ungenauigkeitspresse

Der Furor über die Lügenpresse würde vielleicht nachsichtigem Spott weichen, wenn die patriotischen Europäer auch das Feuilleton der deutschen Qualitätspresse zur Kenntnis nähmen, in dem die hochgelahrten Herrschaften offensichtlich weder zwischen plattformspezifischen Emoji-Markern und dem Unicode-Inventar noch zwischen populären sozialen Netzwerken und einer populären Smartphone-Plattform unterscheiden können:

Das wären zumindest die verbalen Übersetzungen für die Minibilder der Emoji-Funktion, die zum Beispiel beim Marktführer unter den sozialen Netzwerken, Facebook, unter jedem Beitrag sechs Comicsymbole für jene sechs Gefühlslagen anbietet, von denen die Ingenieure in Menlo Park glaubten, dass sie die menschliche Psyche auf einen globalen Nenner bringen.

Bei anderen Systemen wie Apple oder Twitter mag die Palette größer sein.