Entwicklungsoffen

Unter Windows 11 lassen sich künftig Android-Apps ausführen, nicht aber iOS-Apps, was die versierte Technologie-Redaktion der tagesschau zu einer Paraphrase der Walled Garden-Metapher verleitet:

IPhone-Nutzerinnen und -Nutzer, also die Apple-Welt, haben davon nichts, weil Apple nach wie vor seine Apps abschottet und sozusagen hinter einer künstlichen Mauer in seinem App-Store versteckt.

In diesem Sinne hat Epic wohl auch nicht gegen zu hohe Provisionen und für alternative Vertriebswege, sondern gegen die Abtretung aller Lizenzrechte an Apple und gegen die berüchtigte iOS-Exklusivitätsklausel geklagt (auch wenn die Apple-nahe Presse den Klagegegenstand natürlich irreführend darstellt). Microsoft dagegen positioniert sich laut tagesschau mit der Bereitstellung einer Android-Umgebung sehr geschickt und gibt erstmals Fremdentwicklern die Chance, Anwendungen für eine Microsoft-Plattform zu anzubieten. Wenn Steve Ballmer das noch erlebt hätte! Immerhin bleibt Microsoft sich in einem Punkt treu:

Allerdings ist diese Funktion noch nicht sofort verfügbar, weil sie nicht rechtzeitig fertig wurde.

Wenn Apple nicht sehr bald eine Plattform bereitstellt, die Software aus unterschiedlichen Quellen zulässt, sehe ich schwarz für AAPL.