Ernstfall 2

Die Entscheidung für eine radikale Vereinfachung meines Webstacks erweist sich bereits nach zehn Monaten als weitsichtig: Das Betriebssystem des seit 2013 unbeirrt laufenden virtuellen Servers (CentOS 6) hat sein Verfallsdatum deutlich überschritten, und auch mein Provider rät immer dringlicher zu einem neuen Vertrag.

Mit dem Umzug auf einen neuen vServer erhalte ich ein relativ aktuelles Betriebssystem (Ubuntu 20.04) und zeitgemäße SSH-Schlüssel (ssh-keygen -t ecdsa -b 521). Die Konfiguration von SSH, nginx, serversync und Postfix ist in wenigen Minuten erledigt, wie auch die Übertragung der Website (mit rbackup) und des SSL-Zertifikates für eden.one, die Einrichtung der Port-Freigaben und des Server-Monitorings.

Etwas aufwendiger ist die Übernahme der Domains: Von IONOS verwaltete Domains lassen sich zwischen zwei Verträgen übertragen, verlieren dabei aber alle bisher genutzten Postfächer. Ich migriere die Postfächer zu einem neutralen Mail-Provider und passe nur die Weiterleitungen (via Postfix) an. Externe Domains müssen gelöscht und neu angelegt werden, was mit einer Downtime von einigen Stunden einhergeht. Der freundliche IONOS-Support weist mich allerdings darauf hin, dass ich die DNS-Einstellungen auch bei meinem Domain-Provider vornehmen könne. Bei dieser Gelegenheit aktiviere ich DNSSEC und den Domain Guard (kostenlos bei Pair Domains, schamlose 1,25 Euro/Monat bei IONOS).

TTL < 2h. Zu allem Überfluss ist das neue System bei unveränderter PageSpeed-Bewertung (100/100) auch noch etwas schneller (durchschnittlich 159,85ms für ab -n100 -c10 https://eden.one/).