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Biblische Segnungen

Während die US-Behörden die Begrenzung des Fleischkonsums mit traditionellen Mitteln erreichen möchten, wählt die EU-Kommission den Weg der wohlwollenden Zulassung insektenbasierter Lebensmittel.

Auch wenn mir jedes missionarische Geschick fehlt: Vegane Bratlinge sind noch etwas klimafreundlicher als Mehlwurmburger und erfordern weniger kulinarische Flexibilität. Wenn man keinen Reis dazu verzehrt.

Breaking News 2

Die tagesschau-Redaktion erweitert die Kategorie der berichtenswerten Informationen kontinuierlich, mittlerweile auch ohne den verschämten Verweis auf amerikanische Wissenschaftlerinnen:

Im Wahljahr 2017 haben CDU und FDP mit Abstand die meisten Großspenden erhalten.

Irrelevant

Die oberflächlichen Testroutinen für meine Website haben Konsequenzen: Der gestrenge Firefox Quantum weist mich darauf hin, dass er die Ausstellerin meines Zertifikates nicht kennt und https://eden.one daher nur widerwillig anzeigt.

Wie sich herausstellt, ignorieren Safari und Chrome das fehlende intermediate certificate, während Firefox nur eine lückenlose Zertifikatskette akzeptiert. Das Problem lässt sich zwar relativ rasch beheben (cat eden_personal.cer eden_intermediate.cer > eden.cer), aber dass sich Firefox-Nutzerinnen offenbar seit Monaten nicht für die liebevoll gepflegte Website interessieren, schmerzt etwas.

Kontaktlos

Das kontaktlose Bezahlen versetzt das Techniktagebuch in Aufruhr, ob mit Kreditkarte oder mit Girocard – wenn es denn funktioniert.

Manche Redaktionsmitglieder sind trotz der schönen neuen Welt sehr sprachkonservativ und sprechen von längst ausgestorbenen EC-Karten, obwohl Kathrin Passig mehrfach ausführlich den Unterschied zwischen EC- und Girocard erläutert hat. Andererseits bewirbt Frau Passig beharrlich einen modernen, aber wenig überzeugenden Finanzdienstleister und ist vielleicht wirklich nicht die beste Adresse für belastbare Informationen aus der Finanzbranche.

Disposable

Auch Menschen ohne VWL-Studium können die Effekte der Industrie 4.0 sehr präzise in Worte fassen:

I work at a disposable razor factory. We used to have seven hundred workers. There were lines of people down conveyor belts. Now there’s only four hundred left, and most of those are just temporary. Machines do everything now. Anything that required hands, at least. We used to look at the razors through microscopes– trying to find imperfections. Now the computer just takes a picture. Even the forklifts drive themselves. Soon there will be nobody left. People are just too expensive. You can’t stop it. I tried my own little protest for a while. I told myself that I wasn’t going to buy any of the cheap stuff from Wal-Mart. But that didn’t last long. I couldn’t afford anything else.

Die populäre Flucht in Xenophobie und Abschottung und selbst der bewährte Sexismus werden die robotischen Kolleginnen kaum aufhalten.