Smoothies

Meine Bemühungen, eine halbwegs rationale Begründung für den Kauf eines Vitamix TNC 5200 zu finden, haben mich auf direktem Weg in die leicht esoterische Subkultur der Green Smoothies geführt. Erfunden wurde diese Mischung aus grünem Gemüse, Obst und Wasser von einer krebskranken russischen Einwandererin mit allergiegeplagten Kindern, und neben den gesundheitlichen Vorzügen (Krebs und Allergien sind verschwunden) haben sich die Smoothies auch als solides Geschäftsmodell erwiesen.

Das Grundprinzip ist relativ einfach: 60% Obst und 40% Gemüse, je nach gewünschter Konsistenz ergänzt um kaltes Wasser und/oder Eiswürfel. Man fragt sich, warum sich die Bücher von Mrs. Boutenko trotzdem glänzend verkaufen. Wie dem auch sei – beliebte Gemüsezutaten sind:

Die verschiedenen Kohlsorten sorgen für einen relativ scharfen und säuerlichen Nachgeschmack, wenn der Smoothie nicht sofort getrunken wird. Petersilie und Koriander sollten wegen ihrer Schärfe nur in geringer Dosierung verwendet werden. Meine Favoriten sind Salat, Mangold und vor allem Spinat (obwohl ich mir damit höchstwahrscheinlich eine schleichende Oxalatvergiftung samt Nierensteinen einhandele).

Tatsächlich lassen Vitamix-basierte Smoothies an Cremigkeit nichts zu wünschen übrig – ein KitchenAid-Mixer erzeugt eher einen Fruchtbrei. Der Vitamix-Hersteller wird natürlich nicht müde zu betonen, dass gerade das Atomisieren der Zutaten besonders gesund sei.

Die folgenden Rezepte sind teilweise Neuinterpretationen der Beispielsmoothies von Mrs. Boutenko, mit dem Bananenhafer habe ich ein gemüsefreies, milch- und getreidehaltiges Getränk eingeschmuggelt.