Professionalisierung

Deutschlands lustigster Arbeitsloser wächst immer mehr in seine neue Rolle hinein, wenn er als Mitglied einer bald außerparlamentarischen Kleinstpartei nach dem Vorbild einer bayerischen Kraftmeierin Koalitionen ausschließt:

Mit uns gibt es keine Zusammenarbeit mit den Grünen nach der nächsten Bundestagswahl, betont Lindner.

Damit schließt er auch explizit eine Jamaika-Koalition aus. Die entscheidende Frage ist: Lindner oder Habeck im Kabinett, sagt der FDP-Chef mit Blick auf den Grünen-Kanzlerkandidaten. Kubicki nennt die FDP das Bollwerk gegen Schwarz-Grün.

Aussagen, die bei den Delegierten für Lachen, lautes Klatschen und zustimmende Pfiffe sorgen. Das Ziel des Anti-Grünen-Kurses: Wählerstimmen an den politischen Rändern einzusammeln – vor allem im AfD-Lager. Ob der Plan aufgeht, weiß niemand. Auch mit der AfD, den Linken und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) schloss die FDP per Parteitagsbeschluss eine Zusammenarbeit aus.

Ebenfalls sehr lustig ist Lindners Parteifreund Wolfgang Kubicki, der aber als Anwalt noch ein zweites berufliches Standbein hat und nicht unbedingt Profi-Clown werden muss.