Ostfront
In Lubmin wurde im vergangenen Monat zweimal gegen die Energiepolitik der Bundesregierung demonstriert, ohne dass die Demonstrantinnen sich auf die Forderung nach billigem Gas beschränkt hätten:
Seinerzeit waren auch viele Russland-Fahnen geschwenkt und Transparente mit radikalen Forderungen wie
Rot-Gelb-Grün an die Ostfrontgezeigt worden.
Die Forderung ist weniger radikal als rätselhaft: Ein Kampf deutscher Regierungsmitglieder an der ukrainischen Ostfront gegen die russischen Invasorinnen wäre militärisch nicht wirklich relevant und würde auch nicht zum tendenziell russlandfreundlichen Grundton der Demonstrationen passen. Eine Unterstützung der Armee der russischen Föderation entspräche dagegen einem Einsatz an der russischen Westfront. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, hinter den Parolen von Lubmin stünden keine politischen Forderungen, sondern undifferenzierte Wut und Missgunst.