Frosch

Der Vorteil an konservativen Politikerinnen ist, dass sie nicht zu vorschnellen Schlüssen neigen, und so wartet auch Friedrich Merz ruhig zu, ob die Positionierung seiner Partei als Mischung aus wirtschaftsliberaler Umfallerpartei und ineffektivem rechtem Sammelbecken nicht doch irgendwann zu sinkenden Umfragewerten und Wahlergebnissen für die AfD führt. Ein wenig Geduld wird er noch brauchen:

In den Parteipräferenzen gibt die Union zum Vormonat nach. Die CDU/CSU liegt in der Sonntagsfrage mit 26 Prozent (-3) schwächer als zuletzt und fällt auf den tiefsten Wert seit Oktober 2022. Die AfD erreicht mit 24 Prozent (+3) einen neuen Höchststand im ARD-DeutschlandTrend. Die SPD käme weiter auf 16 Prozent, die Partei der Grünen auf 11 Prozent (-1). Die Linke würde 10 Prozent (+1) erzielen. Das BSW (-1) entfernt sich von der Mandatsschwelle und wäre wie die FDP (+1) mit 4 Prozent derzeit ohne Chance auf einen Parlamentseinzug. Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf 5 Prozent.

Wenigstens kann sich Herr Merz als Vertreter des gehobenen Mittelstands eine Trump Card leisten, wenn ihm in Deutschland der Boden zu heiß wird.