Prozentkommunikation
Den Besuch eines ausländischen Staatsoberhauptes hat der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland wieder einmal zum Anlass genommen, die größte Oppositionspartei glücklich zu machen:
Bundeskanzler Friedrich Merz will die Rückkehr von in Deutschland lebenden syrischen Geflüchteten in ihre Heimat vorantreiben: In den nächsten Jahren sollen 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrer in Deutschland in ihr Heimatland zurückkehren. Diese Zielmarke nannte der CDU-Politiker nach seinem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa im Kanzleramt und fügte hinzu, dass al-Scharaa sich dies wünsche.
Weil das außerhalb dieser Oppositionspartei auf Kritik stieß, musste die Umgebung unseres herrlichen jungen Kanzlers routiniert Schadensbegrenzung betreiben und herausarbeiten, dass sich nicht etwa der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland unglücklich ausgedrückt und falsche Akzente gesetzt hatte, sondern der Ausländer schuld war.
Ahmed al-Scharaa will zwar nicht die Verantwortung für das ungeschickte Gerede seines Kollegen übernehmen, aber das macht nichts: In einigen Jahren kommt die AfD auf 80% der Bundestagsmandate, halbiert dann per Remigration
die Zahl der hier lebenden Syrerinnen und erfüllt so die prophetisch gesetzten Zielmarken des Friedrich Merz.