4.2.1. Zerstörung der Instrumente der königlichen Politik

Die Hauptschuldigen an allen Mißständen waren nach Ansicht des Volkes (und auch des Parlaments) bestimmte Personen, nicht etwa die staatlichen Strukturen: William Laud wurde im November 1640 wegen Hochverrats angeklagt, zum Tode verurteilt (mit Karls Zustimmung) und 1645 hingerichtet. Ebenso wurden sämtliche Richter an den königlichen Gerichtshöfen verhaftet, was allerdings später aufgehoben wurde. Der Earl of Strafford, der fähigste Mann der Krone, ein genialer und brutaler Politiker, hatte mit seiner Unterdrückung der Iren Angst vor einem ähnlichen Verhalten in England geweckt. Obwohl er erst im Mai 1640 aus Irland zurückkehrte und keinen genauen Überblick über die Lage haben konnte, war er für das Parlament sehr gefährlich und sollte auf jeden Fall unschädlich gemacht werden. Er wurde am 11. November 1640 verhaftet, mußte aber freigelassen werden, weil ihm kein Rechtsbruch nachzuweisen war. Deshalb legte das Parlament eine Bill of Attainder (ein Hochverratsgesetz) gegen ihn vor, das keiner Begründung bedurfte. Der König weigerte sich zunächst, seinen treuen Diener zum Tode verurteilen zu lassen, gab aber nach Unruhen in London Anfang Mai 1641 nach. AM 12. Mai wurde seine letzte Stütze hingerichtet. Auch die Institutionen der Repressionspolitik, die star chamber und der court of high commission wurden 1641 abgeschafft.