8.4.2. Repressive Maßnahmen Karls

Karl hatte die Auseinandersetzung mit einer Opposition satt und wollte die Whigs vollständig ausschalten. Bis 1681 hatten diese allerdings einen starken Rückhalt im Volk, dessen Stimmung ebenfalls für die Exclusion war. Das zeigte sich im Verhalten der Jurys, die über angeklagte Whigs (wegen Waffentragens im Parlament u.a.) zu urteilen hatten: sie wurden freigesprochen. Auch der Earl of Shaftsbury kam so frei, zog es aber vor, in die Niederlande zu emigrieren, da er zu Recht vermutete, Karl werde einen weiteren Versuch starten.

Der König erkannte, daß er für eine effektive Verfolgung zunächst loyale Stadträte brauchte: diese beriefen die Jurys und hatten auch großen Einfluß auf die Wahlen. Der aktiven Beeinflussung der Stadträte standen aber die Freiheitschartas der Städte entgegen. Um die Chartas ändern zu können, wurde ein Quo Warranto der Krone eingeleitet, d.h. eine Überprüfung, ob die Städte ihre Chartas richtig befolgten. Natürlich wurden die teilweise aus dem Mittelalter stammenden Briefe nicht vollständig beachtet, so daß sie eingezogen und vom König neu verfaßt werden konnten. Nach einer kurzen Anlaufzeit hatte diese Methode ab 1682 Erfolg: bis 1685 wurden 56 Chartas ausgewechselt, 1683 sogar die von London, nachdem der Stadtrat es auf ein Gerichtsverfahren vor königlichen Richtern hatte ankommen lassen). Nun wurden die Stadtverwaltungen mit Tories besetzt, die Whigs unterdrückt und verurteilt. Die Stimmung des Volkes war dabei auf Karls Seite, die Hysterie des Popish Plot schien übertrieben, der Rye House Plot hatte die Gefährlichkeit der Whigs gezeigt. Die Zerschlagung der Whigs wurde von der Propaganda der Tories begleitet, die auch an den Universitäten arbeiteten: in Oxford wurden republikanische Whig-Bücher verurteilt. Ab 1683 kam es nicht mehr zu Zwischenfällen.

Ende Januar 1685 erlitt Karl einen Schlaganfall, am 6. Februar starb er an den Folgen. Jakob trat unter allgemeinem Jubel die Nachfolge an, was er noch vor vier Jahren nicht hätte tun können. Mittlerweile war aber die Lage so stabil, daß das Volk ihn akzeptierte. Karl war wegen seiner persönlichen Lebensweise kein vorbildlicher Monarch gewesen und hatte sich mehr für seine zeitaufwendigen Mätressen, Tennis und die Jagd als für Staatsgeschäfte interessiert. Trotzdem verlief seine Regierung (auch dank der Minister Clarendon und Danby) relativ erfolgreich, abgesehen von der Parlamentsauflösung 1678.