Regierungsfeminismus
Zwei Herren, die ein enttäuschendes bzw. sehr enttäuschendes Wahlergebnis zu verantworten haben, werden wohl Kanzler und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Um dem meritokratischen Prinzip Genüge zu tun, sollen daher zwei Damen stellvertretend zurückstecken.
Die amtierende Bundesaußenministerin wird als Auslaufmodell
geschmäht, weil sie statt einer Fachfrau einen prominenten Posten erhält, und von der SPD-Bundesvorsitzenden wird sowohl ein Rücktritt als auch ein Verzicht auf ein Ministerinnenamt gefordert (Alles andere wäre in der Bevölkerung nach der historischen Wahlschlappe nicht erklärbar.
).
Weil die Union keine konkrete Bäuerin gefunden, um sie an Stelle ihres Vorsitzenden zu opfern, opfert ihr Vorsitzender stattdessen das Ziel der Geschlechterparität wegen des Risikos krasser Fehlbesetzungen
. Ganz ohne Frauen wird es auf jeden Fall am Ende nicht gehen, das ist wohl jedem in der Union bewusst
, aber ein Viertel der Macht gilt den Herren offenbar schon als gutes Angebot.
Update: Die patriarchale Arbeitsteilung an der SPD-Spitze (Die krachende Niederlage der Sozialdemokraten wird maßgeblich Eskens Linkskurs zugeschrieben. [...] An Lars Klingbeil prallt die Kritik am Wahlergebnis ab.
) wird wenigistens von der ASF nicht akzeptiert.