4.3.1. Ablehnung gegenüber Veränderung

Das hierarchisch-harmonische Weltbild des 17. Jahrhunderts betrachtete Veränderungen als prinzipiell negativ: corruption und eine negativ verstandene innovation waren die Schlagworte, erst im 18. Jahrhundert entwickelte sich ein Verständnis von zukunftsorientiertem improvement. Die offensichtlichen Mißstände der eigenen Zeit wollte man durch eine Rückkehr zum alten Zustand beheben. John Pym, einer der bedeutendsten Parlamentarier, hatte in einer Rede am 4. Juni 1628 herausgestellt, daß jede Veränderung unweigerlich zum Ruin führen müsse und daß die Aufgabe einer Regierung darin bestünde, die Veränderung in der Zeit möglichst aufzuhalten, um den Zusammenhalt des Staates zu gewährleisten. Diejenigen Staaten, die möglichst oft durch Reformen zum alten Zustand zurückgefunden hätten, wären die stabilsten gewesen. Dementsprechend suchte das Parlament 1640/1 auch keine neue Staatsform, sondern möglichst eine Bewahrung der alten.