Barbara Dribbusch wundert sich über eine Leerstelle im öffentlichen Diskurs:
Hat schon mal jemand öffentlich erörtert, wie es eigentlich Bundeskanzlerin Angela Merkel schafft, neben ihrem Amtsstress die Wechseljahre zu bewältigen, in die Frauen unweigerlich jenseits des 50. Lebensjahres geraten?
Wirklich seltsam. Nach dem medialen Aufruhr um Stoibers Prostatabeschwerden und die Stirnglatze von Olaf Scholz drängt sich Merkels Menopause doch geradezu als Thema auf.
Für einen kurzen Moment schien es, als könne Deutschland mit dem chinesisch-amerikanischen Erfolgsmodell der Kindererziehung – Härte/Strenge zur Unterstützung des pursuit of happiness – konkurrieren, da erreicht uns die Nachricht, dass es Ursula Sarrazin wie ihrem Mann an Pflichtbewusstsein gebricht.
Dank einer redaktionellen Hinwendung zum Internet ist The Atlantic zum ersten Mal seit Jahren wieder profitabel, was die interne Buchhaltung aber nur sehr bedingt beeinflusst:
Profitability is a new enough concept at The Atlantic that some there seem almost giddy about it. Mr. Bradley asked his accounting department to find out which subscriber’s check officially put the company into the black. They pinpointed a woman from Livingston, Tenn., who sent in a $29.95 check for her renewal on Oct. 1. Mr. Bradley got her phone number off the check and called her to say thank you.
Wenn ich die Meldung richtig interpretiere, werden die Umsätze amerikanischer Unternehmen noch bis 2090 per Barscheck abgewickelt, um das fragile Internet nicht mit Finanztransaktionen zu belasten.
Die Verschlüsselung digitaler Daten zur Emulation eines Verfallsdatums wird sich sicher ähnlich schnell durchsetzen wie die Verschlüsselung von E-Mails. Zumal X-pire! sogar kostenpflichtig ist, was die Attraktivität im Vergleich zu GnuPG noch einmal deutlich erhöht.
Während meine Paranoia sich auf die Bewahrung von Daten beschränkt, fokussieren sich andere Menschen auf deren Löschung:
I hereby speculate that harddisks can use the spare remapping area to secretly make copies of your data. Rising totalitarianism makes this almost a certitude. It is quite straightforward to implement some simple filtering schemes that would copy potentially interesting data. Better, a harddisk can probably detect that a given file is being wiped, and silently make a copy of it, while wiping the original as instructed. Recovering such data is probably easily done with secret IDE/SCSI commands. My guess is that there are agreements between harddisk manufacturers and government agencies. Well-funded mafia hackers should then be able to find those secret commands too.
Don't trust your harddisk. Encrypt all your data.
Of course this shifts the trust to the computing system, the CPU, and so on. I guess there are also traps in the CPU and, in fact, in every sufficiently advanced mass-marketed chip. Wealthy nations can find those. Therefore these are mainly used for criminal investigation and "control of public dissent".
People should better think of their computing devices as facilities lended by the DHS.
Rechnungen für Rechenmaschinen kann man also an Janet Napolitano weiterleiten. Kein Wunder, dass das DHS-Budget stetig steigt.
Programming language Python has become programming language of 2010. This award is given to the programming language that gained most market share in 2010. Python grew 1.81% since January 2010. [...]
Python has become the de facto standard in system scripting (being a successor of Perl in this), but it is used for much more different types of application areas nowadays. Python is for instance very popular among web developers, especially in combination with the Django framework. Since Python is easy to learn, more and more universities are using Python to teach programming languages.
Das sollte nicht nur bibeltreuen Christen zu denken geben.
Ich wurde durch mein Umfeld in einen gendergerechten Umgang, in eine gendergerechte Sprache, in ein feministisch-politisches Bewusstsein einsozialisiert. Mein Umfeld, das ist ein Freundes- und Bekanntenkreis innerhalb einer politischen Szene, in dem gesellschaftliche Missstände über Genderaspekte hinaus skandalisiert und aktiv bekämpft werden. Unser Umgang beruht dabei auf gegenseitigen Respekt und versucht, im Rahmen der eigenen Fehlbarkeit, fernab von Sexismus, Rassismus und anderen Diskriminierungsfaktoren zu sein.
Wenn das der am Feministischen Institut Hamburg gepflegte Umgangston ist, müssen auch empfindliche Hamburgerinnen und Hamburger keine Angst vor einem aggressiven Feminismus haben. Angesichts der sämigen Selbstbeweihräucherung könnte man sogar auf die Idee kommen, dass Frauen und Männer so unterschiedlich überhaupt nicht sind.
Während der Feminismus in der Öffentlichkeit häufig auf die Machtfrage reduziert wird, geht die Auflösung von Geschlechterrollen im Ernährungsbereich unaufhaltsam voran: Die Müslimischer aus Passau bieten ihr dezidiert unmännliches Nahrungsmittel seit kurzem in einer neuen Variante an, um speziell Männern eine gesunde Grundlage für ihre tägliche Ernährung zu ermöglichen.
Weil es andererseits noch ein langer Weg ist bis zur völligen Befreiung aus dem Rollenkorsett, muss den potentiellen Käufern das Müsli mit funktionalem Mehrwert schmackhaft gemacht werden, samt medizinisch anmutender Illustration der gezielt geförderten Körperregionen (Gehirn, Augen, Herz und Darm). Und ideal fürs Workout ist das Getreidezeugs auch noch!
Angesichts der vielen Vorteile ist mir schleierhaft, warum bisher niemand ein Müsli aus Vollkorngetreide, Kernen/Nüssen und Früchten hergestellt hat. Das kann eigentlich nur mit einem männerfeindlichen Kartell innerhalb der Müsliindustrie zusammenhangen.
Dieses ewige Gemecker über den neuen Personalausweis! Erst wird jede kleine Sicherheitslücke aufgeblasen, und jetzt beschweren sich sogar Mandatsträger über geringfügige Unannehmlichkeiten bei der digitalen Registrierung des Personalausweises. Als ob man bei der Entwicklung der Software damit hätte rechnen können, dass derartig viele Bürger sich außerhalb des ASCII-Bereichs bewegen.