In einigen Bundesstaaten der USA konnte man offenbar Verordnungen aus dem Bereich der public safety bisher nur gegen eine hohe Gebühr in Schriftform beziehen. Das hat sich durch die Initiative eines Bürgers nun geändert. Der Atlantik kommt mir heute noch etwas breiter vor als sonst.
Die Liste der Demütigungen für Wolfram Alpha reißt nicht ab: Nicht einmal in einem Artikel über die systematische Aufbereitung der Wikipedia-Inhalte wird das neue Suchparadigma des Jahres 2009 noch erwähnt.
Die chinesische Regierung hat in den ersten 11 Monaten des vergangenen Jahres 350 Millionen schädliche Informationen aus dem Internet entfernt, wodurch es nach Ansicht des zuständigen Propagandabeamten Wang Chen zu einer spürbaren Verbesserung der kulturellen Umgebung kam.
Interessanterweise wird die Auseinandersetzung um politisch abweichende Ansichten in China unter dem Banner der Pornographiebekämpfung geführt, während sich die Pornographiebekämpfung in Deutschland des Deckmantels Jugendschutz bedient. Die naheliegende Frage: In welcher politischen und kulturellen Umgebung ist es vorstellbar, dass der Jugendschutz nur indirekt gewahrt werden könnte, und welcher vorgeschobene Zweck würde sich dafür anbieten? Zu schade, dass meine Website keine Kommentarfunktion hat.
Im Zusammenhang mit der nicht abreißenden Kritik an seinem autoritären Regierungsstil hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán es als Fortschritt bezeichnet, dass ihn die internationale Presse nicht mehr mit Hitler und Mussolini, sondern mit Putin und Lukaschenko vergleiche.
Abgesehen davon, dass Orbán offenbar einen gewissen Humor hat – wenn er sich ein bisschen Mühe gibt, erreicht er bald den Level Adenauer und de Gaulle, und von dort ist es nur noch ein Katzensprung bis zur Demokratie.
Wikipedia-Autorinnen sollten bedenken, dass auch Wikipedia-Administratorinnen nicht unbegrenzt Zeit haben. Während sich eine Administratorin um die Einhegung von Edit Wars um politische Kampfbegriffe kümmert, muss sie andere, wichtigere Aufgaben vernachlässigen.
Der professionelle Frohsinn innerhalb der fünften Jahreszeit ist bekanntlich nicht gleichbedeutend mit dem, was man landläufig unter Humor, Ausgelassenheit, Toleranz und Selbstironie versteht. Im seltsamen Metier des ernsthaft ordenbetressten Narrentums wird der bundesweit bekannte AKV – zu dessen Rittern immerhin die begnadeten Scherzkekse Dr. Guido Westerwelle und Dr. Edmund Stoiber zählen – durch die Mainzer Ranwanz-Garde Ranzengarde übertroffen. Auch nach zwei Jahren stehen die Mainzer geschlossen zur Verleihung ihres Ehrenpreises an den Komiker a.D. Dr. Thilo Sarrazin, und verteidigen ihn wacker gegen demonstrierendes Kommunistenpack.
Uniformen, Korpsgeist, Antikommunismus – was machen wir nur mit diesen vollständig einsatzfähigen Pappnasen, wenn der Russe nun doch nicht kommt? Vielleicht hat die Bundewehr ja Bedarf.
Nach einigen Jahren intensiven Nachdenkens haben die meisten großen amerikanischen Filmstudios realisiert
[that] people are fed up with buying digital content and feeling like they don’t really own it, because they can’t play it wherever they want.
Was macht man, wenn sich ein Konzept als untauglich erwiesen hat? Genau: Man verfeinert es und investiert viel frisches Geld in DRM-Metaebenen, neue Dateiformate und digitale Spinde. Besonders hoffnungsvoll sollte die Konsumentinnen die Tatsache stimmen, dass die Komplexität von Ultraviolet – gemessen an der Zahl der beteiligten Ingenieure – offenbar noch höher liegt als beim enorm komfortablen Blu-Ray-Format. Was soll jetzt noch schief gehen?