There was, though, another reason for switching, one which Mark Pilgrim highlighted when he moved from Mac to Linux. Apple is a highly-closed company, one which doesn’t document its file formats and tends to lock customers in in ways which are occasionally subtle, and occasionally less-so.
Langsam frage ich mich, von welchen mysteriösen Dateiformaten die Herren dauernd sprechen – halten sie Pages auf dem Mac und Microsoft Word auf dem PC eventuell für gottgegeben?
Es ist schon etwas ärgerlich, dass Google die Verwendung der Übertreibung als Stilmittel konsequent unterläuft: Gerade hatte ich angesichts von Google Public DNS und der vorgeschlagenen DNS-Erweiterung scherzhaft angeregt, dass wir uns alle ein identifizierbares Chrome-Netbook zuweisen lassen, da kündigt Google an, künftig auch als Internet-Provider aufzutreten. Nachdem ich mich über die automatische Analyse von Gmail-Nachrichten lustig gemacht hatte, wird der Gmail-Dienst jetzt zum sozialen Netzwerk Buzz ausgebaut. Ich sage jetzt gar nichts mehr.
Wenn ich in Genetik etwas besser aufgepasst hätte, würde mich folgende Erläuterung der Praxis der jüdischen Gemeinden in Deutschland nicht so überraschen:
Das Prinzip, dass Jude oder Jüdin nur ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde oder konvertiert ist, verdeutlicht, dass das Judentum eine Religion ist. In der ehemaligen Sowjetunion galten Juden als Volk, weshalb der Vater für den Status ausschlaggebend war.
Wenn das gesamte Erbgut mit Ausnahme des Gottesgens vom Vater stammt, sind Kinder mit ihrer Mutter ja kaum verwandt! Da ist es nur folgerichtig, dass die CSU diese fragile Bindung mit einem Betreuungsgeld unterfüttern möchte. Aber dann sollte eine Beantragung durch Väter vernünftigerweise ausgeschlossen werden. Sonst finden die armen Kleinen nie Zugang zu der fremden Frau, die mit im Haus wohnt.
Auf den digitalen Hühnereien der Zeitungsverleger herumzuhacken ist nicht sehr fair, denn wer würde im Angesicht des finanziellen Ruins nicht panisch reagieren – außer Rupert Murdoch? Mr. Murdochs Antwort auf die Frage, wie man Menschen zum e-Abonnement bewegt, ist bekannt (An offer you can't refuse), aber leider bieten ehrlose Verräter gewisse Medien ihre Informationen immer noch kostenlos an. Vermutlich muss sich die Presse statt eines zwingenden also ein überzeugendes Angebot einfallen lassen.
Statt ständig an neuen Formaten herumzubasteln, sollten die Zeitungsverlage ihre Websites so ausbauen, dass die Druckausgaben neben ihnen verblassen. Wenn ein Verlag allerdings in diese Richtung denkt, dann träumt er offenbar von komplexen Flash-, Silverlight- oder Air-Anwendungen, was zu absurden Vorhersagen führt:
Lieb gewonnene redaktionelle Gewohnheiten – wie das schnelle Ändern eines Artikels kurz vor Druckschluss – werden bei einem elektronischen Magazin viel schwieriger umzusetzen sein, wenn überhaupt.
Das ist natürlich Quatsch. Es gibt für die flexible Bereitstellung von Texten keine Alternative zu einer standardbasierten Website. Mit einem guten CMS kann eine Website sogar mehrere (öffentliche) Revisionen eines Artikels verwalten, so dass die Nutzerinnen die Anpassung eines Kommentars an den Informationsstand nachvollziehen können.
Und weil den Verlegern die Umsonstkultur im Internet ja ein Graus ist: Sollten Sie meinem Rat folgen wollen, sende ich Ihnen gern meine Kontoinformationen für die Überweisung meines Beraterhonorars.
Mit meiner etwas zurückhaltenden Einschätzung des iPads bin ich nicht ganz allein (Well, like any bright shiny gadget announcement my initial impulse is always, I have to have that. But then reality sets in: do I really need a third device?), aber ein wachsender Chor von Beseelten betrachtet das iPad als Beginn des New World Computing. Ihre Argumente sind sogar einigermaßen plausibel:
The people don’t want tablet computers with Ubuntu and OpenID (worst name ever for a product attempting broad acceptance). They could honestly give a shit whether it’s a closed or open system. And, let’s be really honest, they probably care as much about DRM as they do about baseball players juicing; by which I mean not very much at all. They want things to work most of the time, and be easy to fix when they don’t. And if the process by which it happens is “magic” they are totally cool with that.
Da könnte was dran sein. Dass Leute wie ich es nicht schaffen, aus eigener Kraft einen Massenmarkt zu bilden, lässt sich kaum leugnen. Immerhin hatten wir bisher das zwiespältige Vergnügen, die Rolle von Schamanen in einem MMORPG zu spielen:
Secretly, I suspect, we technologists quite liked the idea that Normals would be dependent on us for our technological shamanism. Those incantations that only we can perform to heal their computers, those oracular proclamations that we make over the future and the blessings we bestow on purchasing choices. [...]
I'm often saddened by the infantilising effect of high technology on adults. From being in control of their world, they're thrust back to a childish, mediaeval world in which gremlins appear to torment them and disappear at will and against which magic, spells, and the local witch doctor are their only refuges.
Diese wilden Zeiten könnten also demnächst vorbei sein, auch wenn man nicht gleich das Ende des freien Internets beschwören muss. Was mache ich dann bloß mit meiner vielen Freizeit?
Die wiederkehrenden Vorstöße zur Abschaffung der Netzneutralität haben vor allem geschäftliche Gründe, denn während die Anbieter von Inhalten und Dienstleistungen prächtig verdienen, sinken die Margen der... Moment. Die Anbieter von Inhalten verdienen prächtig? Diese Nachricht wird die Herren Sulzberger, Döpfner, Murdoch, Burda und Holtzbrink freuen: Jetzt müssen sie nur noch herausfinden, an welcher Stelle in ihren Konzernen die prächtigen Gewinne versickern, dann können sie sich mit Google versöhnen und die digitale Revolution willkommen heißen.
So ein Pech. Ausgerechnet bei einem Thema, das die Freien Demokraten mit Verweis auf ihr Bundeswahlprogramm (Datenschutz gehört ins Grundgesetz.) als Exempel für ihre freiheitliche Gesinnung verwenden könnten, unterstellt man ihnen den Schutz wohlhabender Wählergruppen. Woher kommt nur so viel Misstrauen gegenüber einer durch und durch honorigen Regierungspartei?
Auf die schorfresistente Apfelsorte Topaz bin ich erstmals 2004 auf einem Mainzer (Bio-)Wochenmarkt gestoßen. Frische Topaz-Äpfel sind geschmacklich so ziemlich allen üblichen Sorten weit überlegen. Seit dem letzten Jahr tauchen sie zunehmend auch in normalen Supermärkten und sogar bei Discountern auf – in der Regel als Bio-Apfel. Ganz erfreulich, dass es noch Alternativen zu überzuckerten Industriesorten wie Cripps Pink/Pink Lady gibt.
Panierte Gemüsestäbchen sind unter Ernährungsaspekten deutlich besser als ihr Ruf (8% Fett, 1% gesättigte Fettsäuren, 2,6% Zucker, 0,4% Salz), und die Bezugsgröße für die GDA-Angaben (5 Stäbchen) der Firma Iglo ist auch einigermaßen realistisch. Bei der Ermittlung des GDA-Anteils für Salz mit 43% (statt 25% bei einer GDA von 2,4g) ist das Unternehmen sogar bescheidener als nötig. Alles wäre wunderbar, wenn sich die Iglo-Packungstexter nicht während des Schlussapplauses verhaspelten:
Geeignet für vegane Ernährung. [...] Dieses Produkt wird im selben Werk wie unsere Fischstäbchen hergestellt und kann daher Spuren von Fischeiweiß enthalten.
Ich sehe es quasi vor mir, wie Käpt'n Iglo auf dem 27. Bundesveganertreffen in Herford breit lächelnd erklärt, das bisschen Fischeiweiß schmecke man gar nicht.